Der Mensch als Ganzes

Was sind Rückenschmerzen?
Fast jeder hatte schon einmal Rückenschmerzen. Die Gründe sind vielfältig. In den allermeisten Fällen (80%) handelt es sich um unspezifische „harmlose“ Ursachen. Das heißt, es ist nicht eine bestimmte verletzte Struktur, wie z.B. eine Bandscheibe  verantwortlich.
Oft liegt die Ursache in einseitig oder lokal verhärteter Muskulatur, die dann die harmonische, schmerzfreie Bewegung der Wirbelsäule verhindert.
Diese lokalen Verhärtungen sind nicht selten als Triggerpunkte tastbar und einer manuellen, Akupunktur- oder auch Laser- Behandlung zugänglich.

Wie werden Rückenschmerzen diagnostiziert?
Grundlage der Diagnostik ist die gründliche körperliche Untersuchung. Hier gilt es die Patienten zu erkennen, die weitere apparative Diagnostik, wie Röntgen, MRT oder auch eine dreidimensionale Rückenvermessung (3D-Wirbelsäulenanalyse) brauchen.
Im Rahmen der Untersuchung sind Schmerzausstrahlung über das Kniegelenk hinaus bis zum Fuß, Missempfindungen in den Zehen oder Fingern oder sogar Kraftminderung der Fußstreck- oder –beugemuskulatur wichtige Warnsignale, die auf einen Bandscheibenvorfall mit Beeinträchtigung eines Nerven hindeuten.
Wir verfügen in unserer Praxis über ein modernes digitales Röntgengerät der neuesten Generation. So können wir strahlungsarm hochauflösende Bilder der knöchernen Strukturen des Körpers anfertigen und digital zur Verfügung stellen. Auch im Zeitalter der Kernspintomographie (MRT) ist dieses Verfahren zur Knochendiagnostik unverzichtbar. Dennoch: wir vermeiden es sehr, unnötige Röntgenbilder ganz zu Beginn der Ausbildung von Rückenschmerzen anzufertigen.
Bei der Kernspintomographie lassen sich mit Hilfe eines Magnetfeldes die Weichteilstrukturen unseres Körpers sichtbar machen. Hier kommen keine Röntgenstrahlen zum Einsatz. In München gibt es viele radiologische Praxen, die mit modernsten Geräten hochauflösende Bilder anfertigen. Gerne helfen wir Ihnen bei der Vermittlung einer Untersuchung in Ihrer Nähe.
Bei der 3D-Wirbelsäulenanalyse handelt es sich um ein strahlungsfreies Messverfahren, mit dem die gesamte Körperstatik und Haltung, wie z.B. Wirbelsäulenkrümmung, Wirbelkörperrotation, Beckenstellung und sogar muskuläre Dysbalancen dargestellt werden können.

Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?
Unser primäres Ziel ist es, Ihre Beschwerden ohne eine OP zu behandeln.
Dabei stehen konservative passive und aktive Maßnahmen im Vordergrund.
Passive Maßnahmen wie manuelle Therapie oder klassische Physiotherapie, Wärme-, Kälte-, Laser- oder Elektrotherapie sollen die Schmerzen reduzieren, Bewegungseinschränkungen beseitigen, den Tonus der Muskulatur regulieren und, wenn vorhanden, nervale Ausstrahlungen beseitigen.
Eine weitere passive Maßnahme ist die Triggerpunkt-Akupunktur, bei der wir ultrafeine Nadeln direkt in die „knotig verhärteten“ Muskelareale setzen, um so die lokale Muskelverhärtung aufzulösen. Die Triggerpunkt-Akupunktur muss klar von der klassischen Akupunktur nach chinesischer Tradition unterschieden werden. Die Anwendung sollte 2-3mal wiederholt werden. Die Kosten der Triggerpunkt-Akupunktur werden von den gesetzlichen Krankenversicherungen nicht übernommen und von uns nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) abgerechnet.
Unser Ziel ist es, unsere Patienten durch all diese Maßnahmen so zu verbessern, dass Sie möglichst rasch mit der aktiven funktionellen Therapie beginnen können. Mit diesem aktiven Teil des Behandlungsplans werden muskuläre Dysbalancen ausgeglichen, die Rumpfmuskulatur gekräftigt und Bewegungsmuster verbessert. Die Patienten bekommen von uns einen individuellen Trainingsplan mit nach Hause, um die während der Therapie erlernten Übungen zusätzlich selbständig durchführen zu können.
Wichtig ist es zu betonen, dass vor allem die aktiven Maßnahmen regelmäßig und kontinuierlich durchgeführt werden müssen, um Rückschmerzen langfristig zu beseitigen.

Bei den oben genannten klinischen Zeichen für einen Bandscheibenvorfall mit relevanter Nervenirritation bemühen wir uns umgehend um eine Kernspinuntersuchung für Sie und verweisen Sie bei Bedarf an einen Neurologen bzw. Neurochirurgen.
Was ist die 3D-Wirbelsäulenanalyse?
Bei der 3D-Wirbelsäulenvermessung handelt es sich um ein strahlungsfreies Messverfahren, mit dem ein sog. „virtueller Gipsabdrucks“ des Rückens erzeugt werden kann. Daraus lassen sich die räumliche Form und der Verlauf der Wirbelsäule und die Stellung des Beckens rekonstruieren.

Wie funktioniert die 3D-Wirbelsäulenvermessung Vermessung?
Das Verfahren funktioniert rein lichtoptisch: eine LED-Lichtquelle projiziert ein Linienraster auf den Rücken des Patienten. Dieses wird von einer Videokamera aufgezeichnet. Eine Computersoftware analysiert die Linienkrümmungen und generiert daraus ein drei-dimensionales Abbild der Rückenoberfläche. Anhand
Die Messung dauert nur wenige Sekunden, liefert dabei aber Informationen über die gesamte Körperstatik und Haltung, wie z.B. Wirbelsäulenkrümmung, Wirbelkörperrotation, Beckenstellung und sogar muskuläre Dysbalancen.

Wodurch profitiert der Patient?
Auf der Basis umfangreicher wissenschaftlicher Studien kann mit diesem rein optischen Messverfahren, d.h. ohne jegliche Strahlenbelastung, dreidimensional Form und Lage der Wirbelsäule erfasst werden.
Anschauliche Grafiken ermöglichen es dem behandelnden Arzt, den Patienten verständlich und ausführlich über die Befunde und damit die Ausgangssituation einer Behandlung zu informieren und körperliche Untersuchungsbefunde zu objektivieren. Aus dieser Ausgangssituation können diverse Therapiemöglichkeiten abgeleitet werden.
Bei Kontrolluntersuchungen können der spontane Verlauf oder das Resultat einer Therapie anhand der Veränderungen zu früheren Aufnahmen am Computer eindeutig dargestellt bzw. überprüft werden.
Was versteht man unter dem SpineMED Verfahren?
Der SpineMED® Table ist ein System, mit dem beschädigte oder abgenutzte Bandscheiben oder Zwischenwirbelgelenke eines bestimmten Wirbelsäulenabschnittes mittels exakt definierter und computerkontrollierter Zugkraft entlastet (Dekompression) und wieder eingerichtet (Repositionierung) werden können.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Extensionsbehandlungen wird bei der spinalen Dekompression mit dem SpineMED® Table die Zugkraft permanent überwacht.
Die Behandlung ist damit für den Patienten maximal sicher und es können durch dieses FeedBack System Abwehrspannungen in der tiefen Rückenmuskulatur deutlich reduziert werden. Abwehrspannungen würden zu einer Erhöhung des Bandscheibeninnendruckes führen und könnten den gewünschten entlastenden Effekt gefährden.
SpineMed Therapie