Schulterarthrose

Was ist Schulterarthrose?

Im Bereich des Schultergelenks können allgemeine Gelenkverschleißerscheinungen auftreten. Diese sind jedoch seltener als z.B. beim Hüft- und Kniegelenk. Bei der Arthrose der Schulter kommt es zum schrittweisen Verschleiß und Abrieb des Gelenkknorpels und zur Ausbildung von Knochenvorsprüngen. Die Arthrose tritt entweder als sogenannte primäre Arthrose (ohne erkennbare Ursache) oder sekundäre Arthrose z.B. nach Verletzungen auf.

Welche Symptome haben Patienten mit einer Schulterarthrose?

Starke bewegungsabhängige, aber auch in Ruhe (auch nachts) auftretende Schmerzen in der gesamten Schulter, ausstrahlend bis in den Rücken, Oberarm und Ellbogen, sind charakteristisch. Schrittweise und schleichend kommt dann eine Verminderung der Beweglichkeit und Kraftentwicklung hinzu, welche den Gebrauch des Armes immer mehr einschränkt. Das Liegen auf der betroffenen Seite ist nicht mehr möglich.

Was sind die Behandlungsmöglichkeiten einer Schulterarthrose?

In vielen Fällen wird bei Schulterarthrose zunächst eine Behandlung ohne Operation angestrebt werden, welche auch über einen gewissen Zeitraum helfen kann.
Ein Gelenkersatz der Schulter wird dann nötig, wenn konservative Maßnahmen nicht mehr greifen und die Beschwerden sehr stark werden. Die Operation des Schultergelenkersatzes („Total-Endoprothese“) wird über einen offenen Schnitt durchgeführt. Es wird dabei ein spezielles System zum Ersatz der zerstörten Gelenkflächen in die Schulterknochen eingesetzt. Je nach Ausprägung der Arthrose und Patientenalter werden dabei unterschiedliche Implantate verwendet. Eine spezielle Form der Schulter-Endoprothese wird dann eingesetzt, wenn neben der Arthrose auch ein nicht reparabler Verschleiß der Rotatorenmanschettensehnen vorhanden ist („inverse Prothese“).

Was erwartet den Patienten nach einer OP?

Die Implantation einer Schulterprothese erfordert einen stationären Aufenthalt von ca. 1 Woche. Der Arm wird für die ersten Wochen in einer Bandage gelagert, welche zur Krankengymnastik und bei der Körperpflege (z.B. duschen) problemlos selbst abgenommen werden kann. In der Regel treten nach der Operation nur leichte Schmerzen während der ersten Tage auf, welche mit Medikamenten behandelt werden.
Ein Aufenthalt einer Rehabilitationsklinik ist in den meisten Fällen sinnvoll und dauert ca. 3 Wochen. Eine Verlaufskontrolle zur Untersuchung und zum Röntgen erfolgt dann nach ca. 5-6 Wochen.
Die Beweglichkeit in der Schulter ist in den ersten 6 Wochen eingeschränkt. In den meisten Fällen wird durch die Prothesenimplantation eine erhebliche Verbesserung der Beweglichkeit vor der Operation erreicht, was ca. 5-6 Monate insgesamt in Anspruch nimmt. Beide Faktoren – Schmerzreduktion und Funktionsverbesserung – sind von Bedeutung.
Nichtoperativ steht uns mit der Injektion von körpereigenen Wachstumsfaktoren (ACP) insbesondere im Stadium 1-3 ein wirkungsvolles Instrument zur Verfügung.